Servicemenu
Zur Homeseite
Hauptinhalt

März 2012

Mehr Mitbestimmung für Patienten im Gemeinsamen Bundesausschuss?

Patientenvertreter nehmen an den Beratungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zwar teil, haben aber kein Stimmrecht. Patientenorganisationen fordern schon lange mehr Mitbestimmungsrechte im G-BA.
Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), meint: „Ein generelles Stimmrecht halte ich derzeit nicht für zielführend. Ein Mitbestimmungsrecht in Verfahrensfragen unterstütze ich aber sehr.“ Er setzt sich dafür ein, dass dies noch in das gegenwärtig diskutierte Patientenrechtegesetz aufgenommen wird.

Sollen Patientenvertreter ein Stimmrecht bei Verfahrensfragen im G-BA bekommen?

Ja, Patientenvertreter kennen die Probleme an der Basis. Sie bilden einen guten Ausgleich zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern. 84.2% 256 Stimmen 84.2 %
Nein, Patientenvertreter sind keine Profis. Sie tragen keine Systemverantwortung. 14.1% 43 Stimmen 14.1 %
Dazu habe ich keine Meinung. 1.6% 5 Stimmen 1.6 %

Das Ergebnis dieser Umfrage ist nicht repräsentativ.

(Hinweis: Die Umfrage wurde in der Zeit vom 29. März bis zum 6. April 2012 durchgeführt.)

Das Votum ist eindeutig: Über 84 Prozent der Teilnehmer der Umfrage sprechen sich dafür aus, dass Patientenvertretern ein Stimmrecht in Verfahrensfragen im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eingeräumt wird. Dem gegenüber stehen 14 Prozent, die dieses Mitbestimmungsrecht ablehnen. Patientenorganisationen fordern schon lange mehr Beteiligungsrechte im G-BA. „Um die Interessen der Patientinnen und Patienten effektiver zu vertreten, brauchen wir als nächsten Schritt der Patientenbeteiligung ein Stimmrecht in Verfahrensfragen“, forderten bereits 2008 die im G-BA beteiligten Organisationen. Die Ausweitung der Befugnisse sei erforderlich, um der gestiegenen Verantwortung der Patientenorganisationen gerecht werden zu können. Ob das Stimmrecht für die Patientenvertreter im G-BA tatsächlich im Patientenrechtegesetz verankert wird, wie der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU) es vorgeschlagen hat, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.

In der Zeit vom 29. März bis 6. April 2012 hatten die Nutzer des Portals die Möglichkeit, über ein Stimmrecht für Patientenvertreter in Verfahrensfragen im G-BA abzustimmen. Vielen Dank für die Teilnahme. Strittige Fragen werden wir künftig in unregelmäßigen Abständen zur Abstimmung stellen.
Seite drucken
Randspalte

Hintergrundinformation

Die Nachrichten zum Thema

Patientenrechtegesetz: Zöller stellt Stimmrecht in Verfahrensfragen in Aussicht Patientenrechtegesetz: FDP-Minister legen Entwurf vor


Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss

Neben der Verbraucherzentrale Bundesverband gehören der Deutsche Behindertenrat, die Bundesarbeitsgemeinschaft PatientInnenstellen und die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen zu den Organisationen, die sachkundige Patientenvertreter auswählen und in die verschiedenen Ausschüsse und Arbeitsgruppen des G-BA entsenden. Bei einem Stimmrecht in Verfahrensfragen hätten die Patientenvertreter Einfluss auf Geschäfts-, Verfahrens- und Tagesordnung sowie das Protokoll.
Die Ausweitung der Befugnisse sei erforderlich, um der gestiegenen Verantwortung der Patientenorganisationen gerecht werden zu können, forderten bereits 2008 die im G-BA beteiligten Organisationen. Diese würden in der Öffentlichkeit immer mehr als Teil der Gemeinsamen Selbstverwaltung wahrgenommen. „Wenn wir für Entscheidungen stärker in Haftung genommen werden, müssen wir auch größeren Einfluss auf den Prozess der Beratungen haben.“

Weitere Umfragen

Kann die DSO das verlorene Vertrauen in die Organspende wieder zurückgewinnen?

weiter

Kann ein Gesetz mehr Gesundheit verordnen?

weiter

Auf dem Weg in die „ADHS-Epidemie“?

weiter

Kassenüberschüsse – auszahlen oder sparen?

weiter

Staatliche Kontrolle über Organspenden?

weiter

Brauchen wir eine Debatte, wie viel Medizin wir uns leisten wollen?

weiter

Fünf Euro für jeden Arztbesuch?

weiter

Ärztliche Vergütung auf Erfolgsbasis?

weiter

Kostenerstattung gegen Wartezeiten?

weiter

Belohnung für potenzielle Organspender?

weiter

Fortschritt versus ethische Bedenken

weiter
Navigation