
Berlin – Eine neue Begutachtungsrichtlinie soll dafür sorgen, dass die Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Eltern und ihre Kinder künftig transparent und einheitlich gewährt werden. Darauf haben sich der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV), das Müttergenesungswerk und der Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK) geeinigt.

Mainz – Kindern ohne Krankenversicherungsschutz soll in Rheinland-Pfalz der Zugang zu Impfungen eröffnet werden. Gesundheitsministerin Malu Dreyer hat entschieden, dass in diesen Fällen die Impfkosten aus Landesmitteln bezahlt werden. Sie rechnet mit Kosten von bis zu 30.000 Euro pro Jahr.

Berlin – Falsche Begrifflichkeiten wie „individualisierte“ oder „personalisierte“ Medizin können Patienten in die Irre führen. Insbesondere in der Krebstherapie ist die Bezeichnung bedenklich, findet Prof. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft.
Veranstalter: Gesundheitsforschungsrat
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
Die Umfrage endete am 05.02.2012Langes Warten auf einen Therapieplatz wird auch mit dem Versorgungsstrukturgesetz nicht abgeschafft. Im Gegenteil, die Unterversorgung verschärfe sich, prophezeit die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV). Ihr Vorschlag: die Kostenerstattung (§ 13 Abs 3 SGB V). Der Patient kann dann auch eine Behandlung bei einem nicht im GKV-System zugelassenen Psychotherapeuten erfahren. Allerdings muss dies gegenüber der Krankenkasse begründet werden, inklusive Nachweis, keinen Therapieplatz bei einem Vertrags-Psychotherapeuten erhalten zu haben.
Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden
Die Arbeit untersucht, wie sich Verhaltensweisen und Präferenzen im deutschen Gesundheitswesen vor dem Hintergrund zahlreicher Reformen wandeln. Schmöller betrachtet Patienten, Ärzte und Krankenversicherungen nicht als geschlossene Akteurskollektive, sondern nimmt eine Definition unterschiedlicher Typen innerhalb dieser Gruppen vor. Erwähnt sei an dieser Stelle beispielsweise der Patiententyp des „apathischen Nutzers“, unter dem sich Schmöller zufolge der größte Anteil an SPD-Wählern und die meisten Arbeitslosen befinden. Insgesamt präferierten diese Patienten eine Einschränkung der gesetzlich garantierten Leistungen, anstatt selbst Zuzahlungen zu leisten oder sich privat zusätzlich zu versichern. Bei den Ärzten hat Schmöller neben dem „wertkonservativen Paternalisten“, dem „kundenorientierten Partner“, dem „kundenorientierten Dienstleister“ auch den „liberalen Autokraten“ ausgemacht. Dieser zeichne sich unter anderem dadurch aus, dass ihm die Förderung des freien Spiels von Angebot und Nachfrage geeignet zu sein scheint, um seine persönliche ökonomische Situation zu verbessern und die medizinische Versorgung der Bürger wirtschaftlicher und effizienter zu organisieren. Laut Schmöller erlaubt seine Typologie nicht zuletzt Prognosen, wie die Akteure auf geplante Gesundheitsreformen reagieren.
Weiter in WISSENInterview mit dem Präsidenten des World Health Summit (WHS)
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