GERECHTE GESUNDHEIT


08.06.2010

Kinderwunschbehandlung

Kostenübernahme bundesweit regeln – unabhängig vom Einkommen

Dresden – Mit seinem Förderprogramm zur finanziellen Unterstützung von Kinderwunschbehandlungen ist Sachsen Vorreiter in Deutschland. Jetzt hat der Freistaat einen Antrag bei der Gleichstellungsministerkonferenz eingebracht, der eine einkommensabhängige Kostenübernahme für Maßnahmen der Kinderwunschbehandlung bundesweit regeln soll.

„Wir wollen, dass Paaren im gesamten Bundesgebiet unabhängig von Einkommen und sozialem Status der Zugang zu Kinderwunschbehandlungen ermöglicht wird“, so die sächsische Gesundheitsministerin Christine Clauß vor der Presse. Seit 2009 unterstützt der Freistaat Sachsen die assistierte Reproduktion, in diesem Jahr wurde sie mit 500.000 Euro unterstützt. Die Anzahl der Kinderwunschbehandlungen konnte dadurch um fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen. „In den sächsischen Einrichtungen wurden insgesamt 552 Behandlungen durchgeführt, die eine staatliche Förderung in Anspruch genommen haben, d.h. für 552 zweite, dritte und vierte Behandlungszyklen. Im Ergebnis dieser Behandlungen konnten bisher 112 Babys geboren werden, 41 Schwangerschaften bestehen noch“, bilanziert Christine Clauß. Auch in diesem Jahr erhalten Kinderwunschpaare finanzielle Hilfe vom Freistaat Sachsen. Für 2010 sind 770.000 Euro für die Finanzierung von Kinderwunschbehandlungen vorgesehen.

Zurück zur Übersicht