GERECHTE GESUNDHEIT


14.02.2011

GKV-Patienten

Mehr Arzneimittelzuzahlungen: Trend setzt sich fort

Berlin – Der Trend hin zu mehr Zuzahlungen von Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bei Arzneimitteln setzt sich fort. Das hat der Deutsche Apothekerverband berechnet.

Demnach haben GKV-Patienten im vergangenen Jahr 1,767 Milliarden Euro für ihre Arzneimittel auf Rezept zuschießen müssen. Das sind 71 Millionen Euro oder plus 4,18 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor (2009: 1,696 Milliarden). Damit werde es seit Jahren teurer. 2007 legten GKV-Versicherte noch 1,626 Milliarden Euro drauf, 2008 waren es 1,674 Milliarden Euro. Als einen der Gründe für die Steigerung im vorigen Jahr nennt der DAV die Senkung vieler Festbeträge und Zuzahlungsbefreiungsgrenzen durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zum 1. September 2010.
Im Durchschnitt beteiligten sich die GKV-Versicherten mit zusätzlichen 2,40 Euro pro Arzneimittelpackung. 2007, 2008 und 2009 waren es jeweils nur 2,30 Euro gewesen. Bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln wird jeder Patient mit 10 Prozent des Verkaufspreises zur Kasse gebeten. Mindestens sind es 5 Euro, höchstens 10 Euro. Der Zuzahlungsbetrag ist nie höher als die tatsächlichen Kosten des Präparats.

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