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24.10.2011

World Health Summit

Internationaler Weltgesundheitsgipfel tagt in Berlin

Berlin – Über 1.200 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aus über 80 Nationen diskutieren gegenwärtig auf dem dritten World Health Summit darüber, wie die medizinische Versorgung weltweit verbessert werden kann.

Das Motto der unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy stehenden Veranstaltung lautet ‚Today’s Science – Tomorrow’s Agenda’. „Unsere Agenda soll ein Weckruf sein“, sagt Prof. Detlev Ganten, Präsident des von der Charité mitorganisierten Gipfels. „Die Wissenschaft macht schnelle Fortschritte, doch die Implementierung und praktische Anwendung dieser Errungenschaften ist bisher unzureichend und enttäuschend.“
Kernthemen des Weltgesundheitsgipfels sind die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels, der Anstieg chronischer Krankheiten in Entwicklungsländern und Industrienationen, die weltweite Zunahme von psychischen Erkrankungen sowie Impfstrategien. Ein weiterer Schwerpunkt ist medizinische Versorgung der Bevölkerung in Entwicklungsländern. Die Verbesserung der Mütter- und Kindergesundheit, der Zugang zu notwenigen Arzneimitteln und die Absicherung im Krankheitsfall, seien Herausforderungen, vor denen die Gesundheitssysteme dieser Welt stünden. „Immer noch sterben jeden Tag 20.000 Kinder“, sagt Dr. Mickey Chopra von UNICEF. „Um diese Situation zu verändern brauchen wir die Zusammenarbeit von Politik, Medizin, Industrie und Zivilgesellschaft.“

Gegen Seuchen ausreichend gerüstet?

Eines der weiteren Themen ist die Gefahr, die von Infektionskrankheiten ausgeht. Angesichts der Erfahrungen mit EHEC in Deutschland, Grippewellen in Frankreich oder dem Dengue-Fieber an den Rändern Europas gehen die Teilnehmer der Frage nach, ob Europa gegen die Ausbreitung von Seuchen gerüstet ist. Sorgen bereitet den Experten auch der Mangel und die ungleiche Verteilung von Gesundheitspersonal. Weltweit fehlten 4,5 Mio. Gesundheitsfachkräfte, was verhindere, dass sich die medizinische Versorgung verbessere. Dadurch sei das Erreichen der Millenium-Entwicklungsziele, nämlich die Reduzierung der Kindersterblichkeit und die Verbesserung der Müttergesundheit, in Gefahr.
Der World Health Summit wird von der M8-Allianz, einem Netzwerk aus zwölf führenden medizinischen Universitäten aus fünf Kontinenten, seit 2009 jährlich in Berlin veranstaltet. Ziel der Veranstaltung ist es, die wichtigsten globalen Herausforderungen für die medizinische Forschung und die Gesundheitsversorgung zu diskutieren und Handlungsempfehlungen für die Entscheidungsträger auszuarbeiten.

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„Unsere Agenda soll ein Weckruf sein“, sagt Prof. Detlev Ganten, Präsident des Weltgesundheitsgipfels. © WHS/Jens Jeske

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