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14.03.2012

Onkologie

Bessere psychologische Unterstützung für Krebs-Patientinnen

Bonn – Krebskranke Frauen sind starken psychischen Belastungen ausgesetzt und brauchen häufig psychoonkologische Unterstützung. Wohnortnahe Angebote sind in Deutschland jedoch rar gesät. Darauf machen die Deutsche Krebshilfe und die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) anlässlich des Weltfrauentages aufmerksam.

Krebs-Patientinnen „müssen die lebensbedrohliche Diagnose Krebs verarbeiten, den Berufs- und Familienalltag meistern und fühlen sich trotz eigener Erkrankungen für das Wohlergehen ihrer Angehörigen verantwortlich“, erläutert Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Wer dann Hilfe braucht, habe es schwer: „Ein zeitnaher Behandlungstermin in erreichbarer Nähe ist wie ein Sechser im Lotto“, sagt Karin Meißler, stellvertretende FSH-Bundesvorsitzende. „Generell müssen Patientinnen nicht nur weite Fahrtwege zur Therapie in Kauf nehmen, sondern – schlimmer noch – viele Monate auf einen Termin warten.“ Zudem könne sich die psychische Belastung negativ auf den Therapieerfolg auswirken. Patientinnen, die beispielsweise unter einer schweren Depression litten, würden häufig ihre Medikamente nicht regelmäßig einnehmen oder die Therapie sogar ganz abbrechen. Dadurch verschlechtere sich ihre Prognose erheblich. „Es besteht dringend Handlungsbedarf, denn etwa 30 Prozent der Patientinnen entwickeln im Verlauf ihrer Erkrankung behandlungsbedürftige psychische Störungen“, so Nettekoven weiter. Psychosoziale Aspekte müssten künftig Teil der medizinischen Grundausbildung sowie Gegenstand entsprechender Fort- und Weiterbildungen sein. Nur dann sei sichergestellt, dass der behandelnde Arzt erkenne, wann seine Patientin neben der medizinischen auch psychische Hilfe benötigt, sagt der Krebshilfe-Vertreter.

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Für an Krebs erkrankte Frauen soll es bessere Unterstützung geben, fordern die Deutsche Krebshilfe und die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH). © ClarissaSchwarz, Pixelio.de

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