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04.07.2012

Contergan

Neuer Bericht zeigt Handlungsbedarf auf

Berlin – Contergan hat zu noch stärkeren Folgeschäden geführt, als viele bisher glaubten. Dies ist ein erstes Ergebnis einer Studie zur Lebenssituation contergangeschädigter Menschen, die von CDU/CSU, SPD und FDP in der vergangenen Legislaturperiode mit einem Antrag im Deutschen Bundestag auf den Weg gebracht worden war.

„Es liegen nunmehr umfassende Erkenntnisse zu speziellen Bedarfen und Versorgungsdefiziten contergangeschädigter Menschen vor, wie mit dem Bundestagsantrag beabsichtigt“, sagt der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe. „Diese Erkenntnisse müssen jetzt aber auch zu Entscheidungen führen, die die Lebenssituation contergangeschädigter Menschen spürbar verbessern.“
Laut Studie gehört zu den Folgeschäden etwa, dass Gelenke und Gliedmaßen durch Fehlbelastungen schneller verschleißen. Hinzu kommt ein mit zunehmendem Alter steigender Assistenz- und Pflegebedarf, der oft nicht gedeckt sei, heißt es. Die Studie verdeutlicht ebenso Lücken in der medizinischen Versorgung. Diese würden unter anderem bei Hilfs- und Heilmitteln erkennbar, aber auch bei der Suche nach Ärzten, die mit gesundheitlichen Belangen contergangeschädigter Menschen vertraut sind. „Ein besonderes Augenmerk verlangen Hinweise auf Gefäße, Nerven und Muskeln, die bei Menschen mit Conterganschädigungen möglicherweise völlig anders verlaufen als bei anderen Menschen“, so Hüppe.
Der abschließende Bericht zur Studie „Wiederholt durchzuführende Befragungen zu Problemen, speziellen Bedarfen und Versorgungsdefiziten von contergangeschädigten Menschen“ wird bis Ende des Jahres erwartet.

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Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, mahnt an, dass den Ergebnissen Taten folgen müssen. © Behindertenbeauftragter

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