
Berlin – Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) sind keine Bedrohung für die Versorgung von gesetzlich Krankenversicherten. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.
Die Bundesregierung verweist darauf, dass Vertragsärzte derzeit jährlich rund 1,5 Milliarden Euro durch IGeL einnehmen. Das sei ein Anteil von „etwa 4,5 Prozent“ bezogen auf die Ausgaben der vertragsärztlichen Versorgung. „Von einer Beeinträchtigung ihrer vertragsärztlichen Tätigkeit durch IGeL-Angebote kann daher zumindest derzeit nicht ausgegangen werden“, heißt es in der Antwort. Die Bundesregierung verweist darauf, dass – unabhängig vom Umfang der IGeL-Leistungen – die Vertragsärzte ihren Versorgungsauftrag nach Paragraph 95 Absatz 3 Sozialgesetzbuch V zu erfüllen hätten. Das zu überprüfen sei allerdings Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigungen.
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