
Hamburg – Immer mehr Babys erhalten schon vor dem ersten Lebensjahr ein Hörgerät. Die Zahlen sind seit 2007 deutlich gestiegen, zeigt eine Analyse der Techniker Krankenkasse (TK).
Erhielten vor fünf Jahren durchschnittlich noch vier von 10.000 TK-versicherten Kindern im Alter bis zu einem Jahr erstmalig ein Hörgerät waren es 2011 bereits rund sieben. „Damit hat sich die Anzahl der betroffenen Kinder fast verdoppelt“, sagt Sabine Hilker von der TK. Die Kasse führt die schnellere Versorgung vor allem auf das bundesweite Neugeborenen-Hörscreening zurück, das 2009 eingeführt wurde. Ein Indiz dafür sei auch, dass die Verordnungszahlen bei den Zwei- bis Dreijährigen gesunken seien, sagt eine TK-Sprecherin auf Anfrage der Presseagentur Gesundheit. Das spreche dafür, dass die Hörschäden früher erkannt werden. Nach Angaben der TK ist eine Frühversorgung besonders bei Babys und Kleinkindern wichtig, da gutes Hören eine Voraussetzung für die Sprachentwicklung sei. Nach Angaben der Kasse fallen dennoch viele Hörprobleme erst beim Schulanfang auf. 2011 bekamen durchschnittlich fast acht von 10.000 TK-versicherten Sechs- und Siebenjährigen erstmals ein Hörgerät.
Zurück zur Übersicht Seite drucken