
Hamburg - Für 85 Prozent der Deutschen ist die Praxisgebühr auch acht Jahre nach der Einführung noch immer das größte Ärgernis. Damit bildet die zu entrichtende Zuzahlung die Spitze des „Wutbürger-Barometers 2012“.
Die Praxisgebühr steht damit noch vor dem Ärger über millionenschwere Bonuszahlungen für Top-Manager (81 Prozent) und über die Stärkung der EU zulasten Deutschlands in der Eurokrise (79 Prozent). Neben der Praxisgebühr schaffen es nur wenige Themen mit persönlichem Bezug auf die oberen Plätze. Die Vorratsdatenspeicherung und die damit verbundene Verminderung der Anonymität im Internet landet mit 69 Prozent nur auf Platz 11 des Rankings. Die Finanzmarktsteuer schafft es nur auf Platz 34. Damit zeigt sich, dass gesellschaftspolitische Problemstellungen das Stimmungsbild der Deutschen erheblich mehr beeinflussen – ausgenommen die Praxisgebühr.
Für die Umfrage haben die Beratungsgesellschaft Faktenkontor und der Marktforschungsdienstleister Toluna 1.000 Bundesbürger befragt.