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15.10.2014

Ankündigung

Regierung plant nationale Präventionsstrategie

Berlin – Die Bundesregierung plant eine nationale Präventionsstrategie. Ende des Jahres will sie einen Entwurf für ein Präventionsgesetz vorlegen. Dies teilte Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Gesundheit, auf einer Diskussionsveranstaltung der Schwenninger Krankenkasse mit.

Gegenwärtig sei man in der Abstimmung mit allen beteiligten Akteuren. Man wolle im dritten Anlauf ein Präventionsgesetz nicht wieder an der Hürde Bundesrat scheitern lassen. Laut Fischbach sollen die Mittel, die die Krankenkassen für Prävention einsetzen, zunächst auf sieben und später zehn Euro je Versicherten angehoben werden. 20 Prozent davon sollen in die Prävention in den sogenannten Lebenswelten (Settings) – Betriebe, Schulen, Kitas, Pflegeheime – fließen. Bisher hatte es geheißen, dass 80 Prozent in diesen Ansatz fließen sollen. Die Staatssekretärin begründet die Änderung damit, dass die Krankenkassen ihre bisherigen Angebote beibehalten können sollen – allerdings müssten sie sich einer Qualitätskontrolle unterziehen. Es habe keinen Sinn, Tabula rasa zu machen, sondern man müsse auf dem aufbauen, was bereits da ist, betont sie.
Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, zeigte sich schockiert von dieser Entwicklung. Es habe sich gezeigt, dass das Kursangebot der Krankenkassen nur diejenigen wahrnähmen, die sich sowieso für ihre Gesundheit interessieren – insbesondere der Mittelschicht angehörige Frauen zwischen 40 und 60 Jahren, argumentiert er. Diejenigen, die dringend für ein gesundes Verhalten sensibilisiert werden müssten, erreiche man nur über den Lebensweltenansatz.
Fischbach zufolge soll im Gesetz der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine zentrale Rolle in der Prävention zugeschrieben werden. Ihr komme auch ein besonderes Gewicht bei der Entwicklung einer nationalen Strategie zu.

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