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11.06.2010

Leistungskatalog

G-BA schließt Glitazone aus

Berlin – Glitazone sollen ohne Ausnahme aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen ausgeschlossen werden. Das hat Dr. Rainer Hess, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), vor dem Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbands angekündigt.

„In der übernächsten Woche werden wir damit eine ganze gravierende Entscheidung treffen“, so Hess, der betonte, dass diese Entscheidung von den Patientenvertretern im G-BA mitgetragen werde. „Meistens gelingt es uns, über unsere Vorarbeit die Patientenvertreter mit ins Boot zu kriegen“, erläutert der G-BA-Vorsitzende.
Bereits im Juni 2009 hatte Hess angedeutet, dass Glitazone weitgehend ausgeschlossen werden könnten. Damals sagte er, dass andere Präparate zur Verfügung stünden, „die vergleichbar wirken und nicht diese Nebenwirkungen und Langzeitrisiken haben.“ Völlig anderer Meinung ist da Dr. Jürgen Bausch. „Wer Glitazone cancelt, mindert mögliche klassenspezifische Risiken, treibt Ärzte und Patienten in therapeutisches Neuland oder in eine Therapie, die teurer und kontrollaufwändiger ist“, hatte der Arzt und Arzneimittelexperte bereits vor einem halben Jahr gemahnt.
Glitazone werden zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt, wenn die Empfindlichkeit der Insulinrezeptoren im Körper abgenommen haben. Es soll dazu dienen, die Rezeptoren für Insulin wieder empfänglicher zu machen.

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Dr. Rainer Hess, unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses
© G-BA

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