Servicemenu
Zur Homeseite
Hauptinhalt
27.05.2011

Rabattverträge

Glaeske: Versuch, Kosten zu senken, nicht immer berechtigt

Bremen – Der Arzneimittelexperte Prof. Gerd Glaeske warnt bei Arzneimittelrabattverträgen vor Einsparungen um jeden Preis. In einem Kommentar (GAZESse 2011/01) schreibt er, dass der Versuch der Kassen, durch Rabattverträge die Kosten zu senken, „nicht immer berechtigt“ sei.

Leider seien oft Wirkstoffe in Rabattverträge integriert, die dort nichts zu suchen hätten. Als Beispiele nennt der Wissenschaftler der Universität Bremen Mittel gegen Epilepsie, Psychopharmaka und Schilddrüsenhormone. „Angesichts der therapeutischen Risiken darf auch die beitragssatzentlastende Wirkung der Arzneimittelrabattverträge nicht überschätzt werden“, lautet sein Kommentar.
Kritisch sieht Glaeske auch die mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) eingeführte Mehrkostenregelung, wonach Patienten die Möglichkeit haben, das von ihnen gewünschte Präparat zu nutzen, wenn sie einen Teil der Kosten selbst tragen. „Diese Regelung tut so, als ob ein höherer Preis für eine bessere Wirksamkeit steht. Das stärkt den Eindruck des Patienten, die gesetzliche Krankenkasse sei eine Zwei-Klassen-Gesellschaft.“

Zurück zur Übersicht Seite drucken
Randspalte
    

Prof. Gerd Glaeske
© Universität Bremen

Der Kommentar von Prof. Gerd Glaeske kann unter folgendem Link nachgelesen werden:

http://www.zes.uni-bremen.de
Navigation