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05.02.2019

WIP-Analyse 45 Prozent in der PKV sind gegen HPV geimpft

Köln (pag) – Immer mehr junge Frauen nehmen die Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV) in Anspruch. Das geht aus einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der Privaten Krankenversicherung (WIP) in Köln hervor. Der Beobachtungszeitraum umfasst die Jahre 2006 bis 2016.

Die Impfquote liegt im Durschnitt bei 45 Prozent, teilt das WIP für die private Krankenversicherung (PKV) mit. Untersucht wurden die Jahrgänge 1990 bis 2000. Bei jüngeren Frauen (Geburtsjahrgänge 1994 bis 1999) stellt das WIP eine Quote von 49 Prozent fest.
Die Impfung dient der Prävention von Gebärmutterhalskrebs und als Schutz vor krebsauslösenden HP-Viren. Sie wurde 2006 in Deutschland zugelassen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt sie seit 2007 für Mädchen, seit dem vergangenen Jahr auch für Jungen.
„Da der Impfstatus der Bevölkerung in Deutschland nicht über ein Register erfasst wird, hat das WIP durch Analyse der Arzneimittelverordnungen in der PKV Rückschlüsse auf die Impfquote gezogen“, erläutert das WIP. Das Institut verweist auch auf andere Erhebungen. Die KV-Impfsurveillance ermittelt, basierend auf Daten der Kassenärztlichen Vereinigungen, für 2015 eine Impfquote von 31,3 Prozent bei gesetzlich Versicherten.
Im internationalen Vergleich schneide Deutschland schlechter ab als zum Beispiel Australien und oder Nordeuropa, teilt das WIP mit. „In diesen Regionen existieren nationale Impfprogramme, die teilweise an Schulen implementiert sind. Die Impfquote bei 15-jährigen Mädchen lag 2016 in Australien bei 79 Prozent.“

Interessierte können die WIP-Analyse herunterladen unter:
www.wip-pkv.de/forschungsbereiche/detail/impfung-gegen-humane-papillomviren-hpv-eine-analyse-der-arzneimittelverordnungsdaten-in-der-pkv.html