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17.11.2025

ForschungsministeriumBär: Mit KI in ein neues Zeitalter der Krebstherapie

Berlin (pag) – Mit Künstlicher Intelligenz will das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Behandlung von Krebs auf die nächste Stufe heben. Im Kontext der Nationalen Dekade gegen Krebs fördert das Ministerium Projekte im Bereich KI‑gestützte Präzisionschirurgie in der Onkologie (KIOn).

Mit der Förderlinie KIOnbringen wir Künstliche Intelligenz direkt in den Operationssaal – für präzisere Eingriffe, weniger Komplikationen und eine bessere Lebensqualität für Krebspatientinnen und -patienten“, verkündet Bundesforschungsministerin Dorothee Bär. Ziele der Förderung seien, die präzisionschirurgische Versorgung onkologischer Erkrankungen zu verbessern, neuartige und schonendere chirurgische Therapieansätze zu ermöglichen und die Gesundheit und Lebensqualität der Patienten nach operativer Krebsbehandlung zu steigern, teilt das Ministerium mit. Auch wolle man die Effizienz in Planungs- und Behandlungsabläufen erhöhen und international wettbewerbsfähige Forschungsergebnisse hervorbringen und damit die deutsche Forschungsszene stärken. Das BMFTR benennt beispielhafte Anwendungsfelder. Dazu gehört, dass KI mithilfe präoperativer Daten und (digitaler) Biomarker bei der Indikationsstellung und personalisierten OP-Planung hilft oder die Vorhersage von Komplikationen und Risiken entlang des chirurgischen Behandlungspfads. „Mit KI führen wir Krebsbehandlungen in ein neues Zeitalter“, verspricht Bär.

Eine Förderung erhielten unter anderem die Projekte „BESTFIT: KI unterstützt bei Behandlung von Kopf-Hals-Krebs“, „EndoPlan-3D: Planungstool zur besseren Einschätzung von Speiseröhrenkrebs“ und „HARMONIE: KI-unterstützte Lokalisierung von Brusttumoren“. Mit der Fördermaßnahme KIOn werden bis 2028 Forschungsprojekte unterstützt, die interaktive KI-Technologien zur Verbesserung der Präzisionschirurgie bei Krebserkrankungen entwickelten. Die Fördersumme betrage rund 17,2 Millionen Euro.

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