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17.10.2019

Sozialversicherung Beitragsbemessungsgrenzen steigen 2020

Berlin (pag) – Gutverdiener müssen sich auf höhere Sozialversicherungsbeiträge einstellen: Das Bundeskabinett hat die neuen Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung für 2020 beschlossen. Sie steigen deutlich an.

Ab 1. Januar 2020 gilt bundesweit ein neuer Höchstbeitrag für gesetzliche Krankenversicherte von jährlich 56.250 Euro, in diesem Jahr sind es 54.450 Euro. Versicherte mit einem Einkommen darüber müssen keinen höheren Betrag mehr zahlen. Die Versicherungspflichtgrenze steigt auf jährlich 62.550 Euro, sie liegt in diesem Jahr bei 60.750 Euro. Versicherte, die mit ihrem Einkommen über dieser Grenze liegen, können wählen, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern. Auch die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung steigt: auf 6.900 Euro pro Monat in den alten und 6.450 Euro in den neuen Ländern. In diesem Jahr liegt sie bei 6.700 (West) und 6.150 (Ost).
Die Rechengrößen werden der Entwicklung der Einkommen im Land angepasst. So hat das Bundesministerium für Arbeit für das kommende Jahr ein Lohnplus von 3,06 Prozent in Westdeutschland und von 3,38 Prozent in den neuen Ländern berücksichtigt. Damit werde die soziale Absicherung stabil gehalten, heißt es zur Erklärung. Ohne die Anpassung würden Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung – trotz steigenden Lohns – im Verhältnis geringere Renten bekommen. Gutverdienende würden mit der Zeit aus der Sozialversicherung „herauswachsen", ihr Beitrag im Vergleich zu ihrem Einkommen kleiner werden.