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23.07.2026

AuftaktveranstaltungBMG startet „Präventionsoffensive“

Warken will bei der Prävention vorankommen. Zusammen mit Akteuren des Gesundheitswesens sollen Handlungsansätze gefunden werden. Klar ist: Die Aufgabe reicht weit über das Gesundheitssystem hinaus.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) will sich stärker dafür einsetzen, Gesundheit zu fördern, bevor Krankheiten entstehen. Zum Start einer „Präventionsoffensive“ findet eine Auftaktveranstaltung mit Stakeholdern des Gesundheitswesens – etwa der Bundesärztekammer (BÄK) oder dem GKV-Spitzenverband (GKV-SV) – im Ministerium statt. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken appelliert: „Prävention ist keine Nebensache, sondern eine zentrale Zukunftsaufgabe.“ Mit der Offensive knüpfe man an das Präventionsgesetz von 2015 an und entwickle dieses weiter. Dadurch wurde es beispielsweise möglich, dass Ärzte Präventionsempfehlungen etwa für Sportvereine und Fitness-Center ausstellen können. „Mit dem Präventionsgesetz haben seinerzeit vor allem die Kranken- und Pflegekassen neue Aufgaben bekommen“, sagt der Vorstandsvorsitzende des GKV-SV, Oliver Blatt. Das Engagement der Kassen käme nun aber an seine Grenzen, da Prävention eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Für Blatt gibt es viele Stellschrauben außerhalb des Gesundheitssystems: „Das heißt: Auch Bund, Länder und Kommunen müssen ihren Teil leisten, mit mehr Verbindlichkeit und vor allem finanziell.“ 

Teilnehmer der Auftaktveranstaltung ist auch BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt. Er sieht Chancen für einen echten Paradigmenwechsel: „Gesundheit muss in allen Politikbereichen mitgedacht und Gesundheitsförderung zu einer tragenden Säule unseres Gesundheitssystems werden.“ Seine Forderungen: Verhaltens- und Verhältnisprävention zusammen denken, den gesamten Lebenszyklus in den Blick nehmen und die Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung stärken.

Im „weiteren Prozess“ wird laut BMG nun über spezifische Schwerpunkte gesprochen. Warken betont, dass das Gesundheitssystem nicht alles leisten könne: „Deshalb setze ich auf einen möglichst breiten Ansatz und werde dazu in den kommenden Monaten mit möglichst vielen Politikfeldern gemeinsame Handlungsfelder erörtern.“

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