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14.09.2026

RKI-StudieDie Krankheitslast in Deutschland

Berlin (pag) – Wie viele Lebensjahre gehen in der Bevölkerung durch Krankheiten, gesundheitliche Einschränkungen und Todesfälle verloren? Dazu stellt das Robert Koch-Institut im Rahmen der nationalen Krankheitslaststudie neue Daten bereit.

Erstmals können Trends über mehrere Jahre dargestellt werden – von 2017 bis 2022. Zudem wird die Krankheitslast, neben bereits vorhandenen Betrachtungen zum Beispiel zu kardiovaskulären Erkrankungen, Krebs oder Verkehrsunfällen, für weitere Krankheiten berechnet, darunter Asthma, Arthrose und Parkinson. „Mit der Berechnung der verlorenen Lebensjahre können Krankheiten verglichen und ihre Auswirkungen auf Bevölkerungsebene abgebildet werden“, erläutert Lars Schaade, Präsident des Robert Koch-Instituts. Solche Daten seien wichtig für gesundheitspolitische Entscheidungen zu Prävention und Versorgung.

Bei Frauen führen Schmerzen im unteren Rücken, die koronare Herzkrankheit und Kopfschmerzen zu einer hohen Krankheitslast. Bei Männern verursacht die koronare Herzkrankheit die höchste Krankheitslast, vor Rückenschmerzen und Lungenkrebs. Während im jüngeren Alter die Schmerzerkrankungen eine hohe Krankheitslast verursachen, führen die koronare Herzkrankheit, Alzheimer- und Demenzerkrankungen die DALY (siehe Infokasten) im hohen Alter an.

Getrennt nach Morbidität und Mortalität betrachtet, haben einzelne Krankheiten eine unterschiedliche Bedeutung für die Bevölkerungsgesundheit: Bei den durch gesundheitliche Einschränkungen verlorenen gesunden Lebensjahren (YLD) stehen Schmerzen im unteren Rücken an erster Stelle, gefolgt von Kopfschmerzerkrankungen, Angststörungen, Diabetes und depressiven Störungen. Bei den verlorenen Lebensjahren (YLL) steht die koronare Herzkrankheit oben, gefolgt von Lungenkrebs, Schlaganfall, COPD und Alzheimer- und Demenzerkrankungen.

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