SchulgesundheitsfachkräfteEinsatz im Klassenzimmer
Berlin (pag) – Für die bundesweite Einführung von Schulgesundheitsfachkräften setzen sich der BKK Dachverband, die Bundesschüler*innenkonferenz, der Bundeselternrat und der Deutsche Pflegerat ein. Sie warnen, dass sich die gesundheitliche Situation vieler Kinder und Jugendlicher in Deutschland von Tag zu Tag verschlechtere.
Dem Bündnis zufolge prägen psychische Belastungen, chronische Erkrankungen, Bewegungsmangel und Übergewicht inzwischen das Bild in vielen Klassenzimmern. In dem gemeinsamen Memorandum „Eine starke Gesellschaft braucht gesunde Kinder – endlich Schulgesundheitsfachkräfte bundesweit etablieren!“ fordern die Unterzeichnenden, Schulgesundheitsfachkräfte bundesweit, flächendeckend, verbindlich und dauerhaft an Schulen zu etablieren.
„Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit in der Schule. Und genau dort brauchen sie Gesundheitsangebote und eine verlässliche Ansprechperson“, betont Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes. Sie argumentiert, dass Schulgesundheitsfachkräfte Gesundheitsförderung, Prävention und medizinisch-pflegerische Versorgung an den Lernort Schule bringen würden. Sie könnten Kinder und Jugendliche, ihre Familien sowie Lehrkräfte im Alltag deutlich entlasten. „Für eine flächendeckende Umsetzung braucht es endlich einen Schulgesundheitspakt von Bund und Ländern“, so Klemm. Sie schlägt vor, für eine langfristige Gegenfinanzierung die von der Finanzkommission Gesundheit vorgeschlagene Zuckersteuer zu nutzen.
In dem Memorandum fordern die Verbände unter anderem einen gemeinsamen „Schulgesundheitspakt“ von Bund und Ländern mit dem Ziel, bundesweit bis zu 10.000 Stellen für Schulgesundheitsfachkräfte zu schaffen. Zudem braucht es die gesetzlichen Grundlagen in den Ländern und einheitliche Rahmenbedingungen für Ausbildung, Aufgabenprofil und eine abgesicherte Finanzierung.