Berlin
Elektronische Gesundheitskarte jetzt auch für Flüchtlinge
Berlin (pag) – Berlin stellt die medizinische Versorgung der Flüchtlinge vom konventionellen Behandlungsschein schrittweise auf die elektronische Gesundheitskarte um. Dies teilt die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales teilt mit.
Seit dem 4. Januar wird die Karte an alle neu ankommenden Asylbewerber ausgegeben, die in Berlin erstmals registriert werden. Rund 1.600 Flüchtlinge haben sie bereits bekommen – beantragt wurden im 1. Quartal insgesamt 3.535. „Das ist ein gutes Ergebnis“, sagt Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales. Die Gesundheitskarte trage nicht nur zu einer besseren Versorgung und zu einem leichteren medizinischen Zugang für Asylsuchende bei, sondern verbessere auch die Situation am Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo). Die Karte soll den Asylbewerbern künftig ersparen, sich einmal pro Quartal einen Behandlungsschein beim LAGeSo abholen zu müssen. Der rot-schwarze Senat verspricht sich davon auch, das Landesamt zu entlasten und die täglichen Warteschlangen davor zu verkürzen.
Die Regelzeit für die Bereitstellung der elektronischen Gesundheitskarte durch die Krankenkassen beträgt etwa vier Wochen. Bislang beteiligen sich vier Kassen an dem Verfahren: die AOK Nordost, die BKK VBU, die DAK-Gesundheit und die Siemens-Betriebskrankenkasse. Die Kosten trägt das Land Berlin. Bis Ende des Jahres sollen nur noch elektronische Gesundheitskarten für Asylsuchende ausgegeben werden.