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03.06.2024

Bundesärztekammer Fachkräftemangel: Synergienutzung ist essenziell

Berlin (pag) – Begrenzte Fachkräfteressourcen erfordern strukturelle Veränderungen in der Gesundheitspolitik. Diese Herausforderung steht im Mittelpunkt der 36. Sitzung der Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen. Initiator ist die Bundesärztekammer (BÄK).

Der Fachkräftemangel werde zu „einschneidenden Veränderungsprozessen in der Patientenversorgung führen, die auch die Kooperationsformen von allen Gesundheitsfachberufen weiter verändern“ werden, so die BÄK-Vizepräsidentin Dr. Ellen Lundershausen. Das mache ein vernetztes und ressourcenorientiertes Zusammenwirken aller Gesundheitsfachberufe nötiger denn je, um eine patientensichere Versorgung weiter sicherzustellen.

Auch der Vorsitzende des Sachverständigenrates (SVR) Gesundheit und Pflege, Prof. Michael Hallek, betont, dass Fachkräfte nicht weiter ineffizient eingesetzt werden dürften. Allerdings genüge es keineswegs, als einzige Variable die Fachkräftezahl zu erhöhen und die restlichen Bedingungen unangetastet zu lassen. Hallek erinnert an die Lösungen aus dem aktuellen SVR-Gutachten, um den strukturell bedingten Engpässen entgegenzuwirken.

Dr. Tobias Maier vom Bundesinstitut für Berufsbildung stellt die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit vor. Ein Ergebnis: Der Bedarf an und das Angebot von Gesundheitsberufen für rund 55 Berufe sei verlässlich aktualisierbar und prognostizierbar. „Das von uns vorgeschlagene Projektionskonzept wäre kompatibel mit den Projektionen im Rahmen des Fachkräftemonitorings für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales“. Zudem wäre es in Anbetracht der fachlichen Tiefe und Analysemöglichkeiten deutlich leistungsfähiger als alle bisherigen Monitoringstudien in Deutschland. Maier hofft, der Projektstart gelinge noch in diesem Jahr – dann könnten schon im Herbst 2025 erste Ergebnisse präsentiert werden.

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