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23.01.2026

Initiative #GoRedFokus auf Frauenherzen

Berlin (pag) – Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen. Trotzdem werden die Warnzeichen dafür noch immer zu spät erkannt, Risiken unterschätzt und Prävention zu selten genutzt. Darauf macht die Kampagne #GoRed der Healthcare Frauen (HCF) und der HerzHirnAllianz aufmerksam.

Auf der Pressekonferenz anlässlich des Aktionstags am 6. Februar stellt Prof. Christina Magnussen vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf aktuelle Studienergebnisse vor. Demnach erklären fünf bekannte Risikofaktoren wie Rauchen und Bluthochdruck mehr als jede zweite Herz-Kreislauf-Erkrankung. Bei Frauen sei ihr Einfluss sogar größer. Prävention wirke besonders stark bei Frauen. Für die Kardiologin zeigen die Ergebnisse, dass es einen Paradigmenwechsel brauche: „weg von der reinen Behandlung, hin zu konsequenter Prävention“. Dazu gehörten ein frühzeitiges Screening auf Bluthochdruck und wirksame Strategien zur Reduktion des Rauchens.

Mittlerweile ist bekannt, dass sich Herzinfarkte bei Frauen oft anders äußern. Übelkeit, Erschöpfung oder Schmerzen im Oberbauch werden nicht als Warnzeichen erkannt. Ein weiteres Problem: Frauen im Notfall werden aufgrund von Berührungsängsten seltener reanimiert. Davon berichtet auf der Pressekonferenz Nicola Winter, Rettungshubschrauberpilotin und Rettungssanitäterin. Zu den Berührungsängsten kommen falsch gedeutete Symptome hinzu. Zeit geht verloren. „Aufklärung rettet Leben“, betont Winter.

Eine weitere Forderung auf der Pressekonferenz sind niedrigschwellige, regelmäßige Check-Ups – besonders ab 40 Jahren und in den Wechseljahren –, um Risiken für die Herzgesundheit bei Fragen rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Dr. Leonie Uhl, Mit-Initiatorin und Sprecherin des HCF-Beirats Gesundheitsförderung, betont: „Frauenherzgesundheit ist kein Nischenthema. Sie betrifft Millionen.“

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