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12.02.2025

Koordinierungsnetzwerk Long COVIDForschung und Versorgung sollen enger zusammengebracht werden

Berlin (pag) – Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat ein Koordinierungsnetzwerk für die Long-COVID-Forschung gestartet. Auftakt der Initiative ist ein erstes Treffen von 30 Projektleitenden des Förderschwerpunkts „Erforschung und Stärkung einer bedarfsgerechten Versorgung rund um die Langzeitfolgen von COVID-19 (Long COVID)“ in Berlin.

Ziel ist es, Forschungsergebnisse zur Behandlung von Long COVID einschließlich ME/CFS zu entwickeln und auszutauschen, sodass sie zeitnah in der Versorgung ankommen. Umgekehrt sollen Daten aus der Versorgung für Forschende zur Verfügung gestellt werden. „Mit 30 vom Bund geförderten Projekten investiert Deutschland so viel in die Erforschung der Long-COVID-Symptome wie kaum ein anderes Land“, betont Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach. Mit dem Koordinierungsnetzwerk würden Forschung und Versorgung noch enger zusammengebracht. 

Für die von 2024 bis 2028 laufende Förderung wurden Projekte mit einem Gesamtvolumen von 73 Millionen Euro bewilligt. Der Schwerpunkt gliedert sich in mehrere Module, die sich der integrierten beziehungsweise koordinierten Versorgung, Innovationen in der Versorgung – etwa Wearables – sowie der Erforschung der Versorgungslage und des Krankheitsgeschehens widmen.

Die Abstimmung übernimmt eine bei der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF) angesiedelte Koordinierungsstelle. Diese stellt auch eine Vernetzung mit den Modellprojekten des zweiten mehrjährigen Förderschwerpunkts sicher. Dieser umfasst „Modellmaßnahmen zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Long COVID und Erkrankungen, die eine ähnliche Ursache oder Krankheitsausprägung aufweisen“. Die Bewilligung der Projekte des zweiten Schwerpunkts wird dem Ministerium zufolge in Kürze abgeschlossen sein und voraussichtlich ein Gesamtvolumen von rund 45 Millionen Euro umfassen. Zusammen ergibt sich eine Forschungsförderung des BMG zu Long COVID in Höhe von knapp 120 Millionen Euro bis Ende 2028.

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