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03.06.2020

DFG Geschlecht und Vielfältigkeit für Forschungsvorhaben

Bonn (pag) – Werden Geschlecht und Vielfältigkeit bei Forschungsvorhaben berücksichtigt, lassen sich „blinde Flecken“ vermeiden und die wissenschaftliche Qualität der Ergebnisse wird erhöht. Das hebt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in einer Stellungnahme hervor.

„Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Reflexion der Dimensionen Geschlecht und Vielfältigkeit für ihre Forschungsarbeit anzuhalten, denn in vielen Fällen sind diese relevant“, sagt DFG-Präsidentin Prof. Katja Becker. Die Forschung zu Risiken für Osteoporose bei Männern sei lange vernachlässigt worden, inzwischen ist jedoch bekannt, dass auch Männer zu rund einem Drittel betroffen sind und wirksamer Therapien bedürfen. Zudem zeigten Crashtest-Dummys, die nach männlichen und weiblichen Körpermodellen gestaltet sind, individuelle Verletzungsrisiken für beide Geschlechter auf und helfen, diese zu verhindern.
Die DFG hebt jedoch hervor, dass die Bedeutung von Geschlecht und Vielfältigkeit je nach Forschungskontext, Thema und Methoden variiere. Deshalb seien Angaben dazu bei der Antragstellung bei der DFG nicht zwingend. Diese Dimensionen können, wie es in der Stellungnahme heißt, unter anderem bedeutsam sein mit Blick auf die forschenden Personen, die untersuchten Personen, die von einer Umsetzung der Forschungsergebnisse betroffenen Personen, die untersuchten Tiere oder das von Menschen oder Tieren entnommene Material.