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08.10.2019

Ebola-Bekämpfung Gesundheitsminister Jens Spahn: „Ureigenstes deutsches Interesse“

Berlin (pag) – Die Bundesrepublik investiert in die Ebola-Bekämpfung. Eine Million Euro fließen in ein Frühwarnsystem der Afrikanischen Union. Drei Millionen Euro zusätzlich schießt Deutschland in den Ebola-Notfallfonds der Weltgesundheitsorganisation (WHO). 650.000 Euro kommen einem lokalen Projekt in Ruanda zugute. Das sind Ergebnisse der Afrika-Reise des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU).

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) ist Deutschland mit 33,6 Millionen Euro größter Beitragszahler seit Existenz des Notfallfonds 2015. 2018 und 2019 hätten das BMG und das Auswärtige Amt (AA) 20,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt (BMG: 15,8 Mio. Euro; AA: 4,5 Mio. Euro). Der Fonds ist laut Spahn „ureigenstes deutsches Interesse“, denn „Seuchen wie Ebola kennen keine Grenzen“.
Das Frühwarnsystem der Afrikanischen Union nennt sich Centers for Disease Control (CDC). Die Förderung der Bundesrepublik soll für den weiteren Aufbau verwendet werden. Die CDC „überwachen das Infektionsgeschehen auf dem afrikanischen Kontinent. Beim Verdacht eines Ausbruchs einer Epidemie gehen ihre Mitarbeiter zeitnah ins Krisengebiet, nehmen Proben und analysieren die Lage“, teilt das BMG mit. Das CDC arbeite eng mit dem WHO-Regionalbüro für Afrika zusammen.
Weitere 650.000 Euro fließen in ein Projekt zur Bekämpfung hochpathogener Erkrankungen in Ruanda. In den kommenden Monaten sollen Mitarbeiter des Robert Koch-Instituts 600 Gesundheitsfachkräfte für die Ausbildung von Helfern in Krisengebieten schulen. Außerdem finanziert und organisiert Deutschland den Aus- und Aufbau von Isolierstationen in fünf Distriktkrankenhäusern in Ebola-Hochrisikogebieten. Diese Maßnahmen sind Teil des Global Health Protection Programme des BMG.