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11.07.2025

RKI-StudienreiheHohes psychisches Wohlbefinden? Nur 11 Prozent

Berlin (pag) – Fast jede dritte Person in Deutschland, etwa 28 Prozent, bekundet im vergangenen Jahr ein eher niedriges psychisches Wohlbefinden. Das ist eines der ersten Ergebnisse der Studienreihe „Gesundheit in Deutschland“ des Robert-Koch-Institutes (RKI).

In die Studienreihe fließen aktuell sechs Indikatoren, so das RKI. Basierend auf Daten der Jahreswelle 2024 wurden fünf Indikatoren aktualisiert und psychisches Wohlbefinden neu aufgenommen. „Die regelmäßige Beobachtung des Indikators wird von der OECD ausdrücklich empfohlen und dient als Gradmesser des nationalen Wohlbefindens und gesellschaftlichen Wachstums“, erklärt das Institut. Psychisches Wohlbefinden umfasse erstens, wie gut sich eine Person fühlt und ihr Leben bewertet. Zweitens, wie erfüllt oder wirksam sie sich in der Alltagsbewältigung und ihre Ziele wahrnimmt und drittens, wie zufrieden sie mit ihren sozialen Beziehungen ist.

Die Wissenschaftler resümieren: „Im Jahr 2024 berichteten Erwachsene in Deutschland im Durchschnitt ein moderates psychisches Wohlbefinden.“ Dabei stuft das RKI den Anteil von Personen mit hohem psychischem Wohlbefinden, rund 11 Prozent, als gering ein. „Deutlich höher“ liege der Anteil von Menschen mit einem niedrigen psychischen Wohlbefinden mit rund 28 Prozent. Auffällig: Deutliche Diskrepanzen gebe es zwischen den Bildungsgraden – in der niedrigsten Bildungsgruppe ist niedriges psychisches Wohlbefinden am stärksten vertreten.

Eine weitere Dimension ist das chronische Kranksein. Etwa 54 Prozent der Erwachsenen geben laut RKI an, eine chronische Krankheit oder ein langanhaltendes Gesundheitsproblem zu haben. „Daraus leitet sich ein erheblicher langfristiger Versorgungsbedarf ab, sowie die Notwendigkeit, gesundheitsfördernde und krankheitsvorbeugende Maßnahmen zu ergreifen“, heißt es im Fazit der Behörde. 

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