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20.11.2018

Neuer Pharmadialog Ministerien wollen Industrie fördern

Berlin (pag) – Mit Förderprogrammen will die Bundesregierung die Arzneimittelindustrie unterstützen. Das ist eine Botschaft des neuen Pharmadialogs zwischen Politik und Industrie. Beim jüngsten Treffen sind erstmals Vertreter der Regierungsfraktionen aus Bund und Ländern dabei. Die Federführung haben die Bundesministerien für Gesundheit, Forschung und Wirtschaft.

Vor dem Hintergrund neuer Technologien definieren die drei Ministerien zwei Ziele: die Sicherung der Arzneimittelversorgung in Deutschland und die Stärkung des Pharmastandorts. „Für die Unternehmen der Pharmaindustrie werden sich durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in den kommenden Jahren die Produktionsbedingungen gravierend verändern“, sagt Dr. Ulrich Nussbaum, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, „bei diesem Prozess wollen wir die Unternehmen unterstützen, zum Beispiel durch gezielte Förderprogramme.“ Das Forschungsministerium unterstütze anlässlich einer Medizininformatik-Initiative die Forschung von Universitätskliniken und ihrer Partner mit über 150 Millionen Euro, teilt Staatsekretär Christian Luft mit.
In einer gemeinsamen Erklärung begrüßen die fünf Pharmaverbände BAH, BIO Deutschland, BPI, Pro Generika und vfa die Erweiterung des Dialogs. Aus Sicht der Industrie komme es jetzt darauf an, Einzelinitiativen der Ministerien zu vernetzen und gemeinsame Strategien zu entwickeln. „Das Ziel ist klar: Mit Hilfe von Big Data, Künstlicher Intelligenz und personalisierter Medizin die Therapie von Patienten besser und sicherer zu machen.“
Auch Prof. Karl Broich, Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, gehört zum Gesprächskreis. Via Twitter kündigt er an: „Konkrete Arbeitsaufträge werden in den bestehenden Kompetenzteams erarbeitet, dabei werden wir uns einbringen!“

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