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07.09.2012

Robert Koch-InstitutNeue Studie zur Gesundheit der Deutschen

Berlin – Asthma nimmt bei Frauen und Männer zu, jeder fünfte Bürger im Alter ab 65 Jahren leidet unter Diabetes, die Raucherquote sinkt weiter: So lauten einige der Ergebnisse aus der neuen, repräsentativen Telefonbefragung des Robert Koch-Instituts (RKI).

Für die Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA 2010) beantworteten über 22.000 Menschen im Alter ab 18 Jahren zwischen September 2009 und Juli 2011 rund 200 Fragen zu Gesundheit und Lebenssituation. Konkret geht es unter anderem um den allgemeinen Gesundheitszustand, chronische Erkrankungen, Einflussfaktoren auf die Gesundheit, die Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitssystems sowie gruppenspezifische Betrachtungen.
Die Befragung geht auch auf die ungleiche Verteilung von Gesundheitschancen ein. Personen mit niedrigem Bildungsstatus schätzen ihre Gesundheit seltener als sehr gut oder gut ein und berichten häufiger gesundheitliche Einschränkungen als diejenigen mit mittlerem oder oberem Bildungsstatus. Menschen aus den unteren Bildungsgruppen haben häufiger Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheit und leiden häufiger unter seelischen Belastungen. Auch Seh- oder Höreinschränkungen sind häufiger – inwieweit diese Unterschiede durch bildungsspezifische Ursachen der Beeinträchtigungen oder durch Unterschiede in der Nutzung von Hilfsmitteln bedingt sind, lasse sich anhand der Daten nicht klären, schreibt das RKI. Die Gesundheitsrisiken Rauchen und Adipositas treten ebenfalls bei Personen der unteren Bildungsgruppen häufiger auf; riskanter Alkoholkonsum dagegen ist eher Merkmal der oberen Bildungsgruppen.