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13.06.2017

PKV-Institut WIP ermittelt ökonomische Bedeutung von Privatpatienten

Berlin (pag) – Auf 12,63 Milliarden Euro Mehrumsatz der Privatversicherten im Vergleich zu gesetzlich Versicherten kommt eine aktuelle Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP). Damit ist 2015 der Wert um 1,4 Prozent bzw. 180 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Das WIP zieht in der Studie einen Vergleich der Leistungsausgaben für privat und gesetzlich Versicherte und quantifiziert damit die Summe, die dem Gesundheitssystem durch die Existenz der Privaten Krankenversicherung (PKV) zur Verfügung steht.
Für Arznei- und Verbandmittel haben die Privatversicherten 2015 insgesamt 5,11 Milliarden Euro (+5,5 Prozent) ausgegeben. Dieser Bereich sei vorletztes Jahr der am stärksten gestiegene Leistungsbereich – 15,3 Prozent der gesamten Leistungen entfielen darauf. Im Vergleich dazu haben die Arzneimittelausgaben der Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) 2015 rund 35,89 Milliarden Euro betragen (+4,4 Prozent). Der geringere Anstieg sei insbesondere auf Rabattverträge zurückzuführen, heißt es in der Studie.
Unterliege die Arzneimittelversorgung der Privatversicherten den gleichen Steuerungs- und Regulierungsinstrumenten wie in der GKV, lägen die PKV-Ausgaben 2015 statt bei 5,11 Milliarden Euro bei 4,24 Milliarden Euro.

Die Studie rechnet außerdem vor, was niedergelassene Ärzte und Zahnärzte ohne Privatversicherte wären – nämlich um 50.200 Euro bzw. 61.900 Euro jährlich ärmer. Der ambulant ärztliche Bereich profitiere am meisten von dem Mehrumsatz. Dieser beläuft sich auf 10,7 Milliarden Euro (+ 2,5 Prozent) im vorletzten Jahr. Auf die ambulante ärztliche Behandlung entfallen insgesamt 32 Prozent der gesamten Leistungsausgaben der PKV. Damit ist dies die größte Leistungsart in der PKV.