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28.04.2025

BundesgesundheitsministerinNina Warken wird neue Chefin im BMG

Berlin/Tauberbischofsheim (pag) – Für das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) wartet die CDU mit einer echten Überraschung auf: Nina Warken wird neue Chefin an der Mauerstraße 29. Derzeit ist sie noch parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestags-CDU und Generalsekretärin der Christdemokraten in Baden-Württemberg. Gesundheitspolitisch ist sie im Land und im Bund aber ein unbeschriebenes Blatt.

Die 45-jährige Volljuristin zieht 2013 das erste Mal in den Bundestag, scheidet aber nach der Wahl 2017 wieder aus – allerdings nur vorerst. 2018 kehrt die designierte Bundesgesundheitsministerin als Nachrückerin wieder ins Hohe Haus zurück. 2021 und 2025 gelingt ihr der Wiedereinzug per Direktmandat im Wahlkreis Odenwald-Tauber. 

Mit Gesundheitspolitik hat Warken bisher keine nennenswerten Berührungspunkte. Aber: Zu ihren Schwerpunkten als Rechtsanwältin gehört das Sozialrecht. Außerdem war die Tauberbischofsheimerin 2021 als Bundestagsabgeordnete Mitglied im parlamentarischen Begleitgremium Covid-19-Pandemie. Die Gesundheitspolitik der Ampel sah sie besonders kritisch, so bezeichnete sie das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz nach dem Bundestagsbeschluss auf Instagram als „gefährlichen Blindflug“. Während der Koalitionsverhandlungen war sie in der Arbeitsgruppe „Inneres“ tätig.

Zu den ersten Gratulanten gehört ihr künftiger Vorgänger. „Wünsche dem Team Erfolg und viel Glück“, postet Prof. Karl Lauterbach (SPD) auf X, nachdem die CDU ihre Kabinettsposten bekanntgegeben hat. „Insbesondere meiner designierten Nachfolgerin Nina Warken. Werde alles in meinen Möglichkeiten tun, um ihr einen guten Start zu ermöglichen.“
Der Landesvorsitzende der CDU Baden-Württemberg sagt über die designierte Ministerin: „Nina Warken legt viel Wert auf Expertise und die Meinung von Fachleuten. Sie ist entscheidungs- und durchsetzungsstark.“

An ihrer Seite rücken als parlamentarische Staatssekretäre zwei langjährige CDU-Gesundheitspolitiker: Tino Sorge, bisher gesundheitspolitischer Sprecher der Union, und Dr. Georg Kippels, in der vergangenen Legislatur Obmann im Gesundheitsausschuss. 

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