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09.11.2021

Statistisches Bundesamt Todesfälle steigen auch wegen COVID-19

Wiesbaden (pag) – Vier Prozent aller Todesfälle gehen 2020 direkt auf COVID-19 zurück. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind laut Statistischem Bundesamt weiterhin die häufigste Todesursache.

Insgesamt ist die Zahl der Todesfälle um 4,9 Prozent auf 985.572 gestiegen, darunter sind 492.797 Männer und 492.775 Frauen. Der Anstieg ist auch auf die Sterbefälle durch COVID-19 zurückzuführen. An der Infektion als Grundleiden sind 39.758 Menschen verstorben. Damit ist COVID-19 bei vier Prozent aller Verstorbenen die ausschlaggebende Todesursache. Nicht enthalten sind diejenigen Fälle, in denen COVID-19 vom leichenschauenden Arzt auf dem Totenschein als Begleiterkrankung dokumentiert wurde. Endgültige Ergebnisse hierzu will das Statistische Bundesamt voraussichtlich im Dezember 2021 veröffentlichen.

Die häufigste Todesursache ist, wie schon in den Vorjahren, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Mit 338.001 Verstorbenen sind 34 Prozent aller Sterbefälle darauf zurückzuführen – 2,1 Prozent mehr als im Jahr 2019. Davon sind 47 Prozent Männer und 53 Prozent Frauen, 93 Prozent der Verstorbenen sind über 65 Jahre. An einem Herzinfarkt sind 44.529 Menschen verstorben.

Zweithäufigste Todesursache sind die Krebserkrankungen, die 23,5 Prozent der Todesfälle ausmachen. Mit 231.271 Verstorbenen liegt die Zahl etwa so hoch wie im Vorjahr. 54 Prozent der Krebstoten sind Männer, 46 Prozent Frauen. Bei Männern sind bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane beziehungsweise der Atmungsorgane die am häufigsten diagnostizierten Krebsarten. Auch bei den Frauen dominieren bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane. Häufigste Einzeldiagnose bei ihnen ist jedoch der Brustkrebs mit 18.425 Fällen.

Auf eine nicht natürliche Todesursache wie zum Beispiel eine Verletzung oder Vergiftung sind 4,2 Prozent der Todesfälle zurückzuführen. Durch einen Suizid haben 9.206 Menschen ihr Leben beendet, drei Viertel davon sind Männer und ein Viertel Frauen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Suizide um 1,8 Prozent gestiegen.