Direkt zu:

18.10.2019

Anfrage Überdurchschnittlich viele Krankheitstage im BMG

Berlin (pag) –Die Krankheitstage im Bundesgesundheitsministerium (BMG) lagen 2018 mit 14,72 pro Mitarbeiter über dem Bundesdurchschnitt. Das gibt die Bundesregierung in einer Antwort (Drucksache: 19/13231) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (DS: 19/12809) bekannt. Laut dem Statistischen Bundesamt waren im gleichen Jahr Arbeitnehmer deutschlandweit durchschnittlich 10,6 Tage krank gemeldet.

Es handelt sich dabei um den höchsten Stand an Krankheitstagen im BMG der vergangenen zehn Jahre. In ihrer Antwort betont die Bundesregierung, dass das Ministerium ein betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert habe. „In diesem Jahr wurde zur Weiterentwicklung dieses Bereichs ein gesondertes Referat (IE4) eingerichtet“, schreibt sie. „Es wurden und werden laufend vielfältige Maßnahmen zur Reduzierung der Arbeitsbelastung vorgenommen, u. a. durch personelle Verstärkungen, die Durchführung einer umfassenden Organisationsuntersuchung und andere Entlastungsmaßnahmen.“ Derzeit arbeiten 835 Kräfte im BMG. Auch dabei handelt es sich von 2009 an gerechnet um einen Höchststand.
Die Mitarbeiter im BMG leisteten im vergangenen Jahr 3.897 Überstunden, die mittlerweile abgegolten oder gutgeschrieben worden seien, heißt es in der Antwort. „Zu den Vorjahren liegen dem BMG keine Zahlen vor, da die Zeiterfassungsdaten sechs Monate nach Ende des Abrechnungszeitraumes (31. 12.) zu löschen sind.“
Seit Jens Spahn (CDU) Gesundheitsminister ist, wurden jeweils drei Gesetzgebungsverfahren in diesem und im vergangenen Jahr abgeschlossen. Hinzu kommen 13 Gesetzentwürfe. Doch nicht nur das bringt die Mitarbeiter ins Schwitzen. So habe sich zum Beispiel die Zahl der parlamentarischen und weiterer Anfragen deutlich erhöht. „Allein 11,5 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente)" seien ausschließlich mit der Beantwortung parlamentarischer Anfragen beschäftigt gewesen. Das entspreche 19.366 Arbeitsstunden, teilt die Regierung mit.