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26.10.2022

BAS Unerwünschte Wirkungen bei P4P-Verträgen

Bonn (pag) – Wie wirken sich Verträge zu hochpreisigen Arzneimitteln nach der Einführung des Risikopools in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aus? Dieser Frage geht ein Gutachten des Bundesamtes für Soziale Sicherung (BAS) nach.

Unerwünschte Anreizeffekte durch Pay-for-Performance-Verträge (P4P-Verträge) hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) dazu veranlasst, ein Sondergutachten beim BAS in Auftrag zu geben. Ab dem Ausgleichjahr 2021 ist zusätzlich zum Risikostrukturausgleich wieder ein Risikopool für Hochpreisfälle eingeführt worden. In den Fokus geraten in diesem Kontext vor allem jene hochpreisigen Arzneitherapien, die nach einmaliger Gabe keine weiteren Behandlungskosten nach sich ziehen. Weil noch nicht klar ist, ob diese Arzneimittel halten, was sie versprechen, kommen auch erfolgsabhängige P4P-Verträge in Frage.

Im Gegensatz zu Ratenzahlungsmodellen habe eine Krankenkasse bei P4P-Verträgen „aufgrund des zu erwartenden Ausgleichsbetrags aus dem Risikopool nur noch geringes Interesse daran, bei den weiteren Vertragsverhandlungen auf einen möglichst niedrigen Preis zu drängen“. Das BAS unterbreitet einen Vorschlag für ein neues Verwaltungsverfahren, das nach Korrektur des RSA-Jahresausgleichs durchgeführt wird, damit diese Wirkungen nicht mehr auftreten.