Digital Health ConferenceWarken verspricht stabilere TI und neue Digitalgesetze
Berlin (pag) – Stabilere Telematikinfrastruktur und Neues in der Digitalgesetzgebung im Frühjahr – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) verspricht bei ihrer Eröffnungsrede der Digital Health Conference von Bitkom in Berlin vor zahlreichen Branchenvertretern, bei der Digitalisierung einen Gang hochzuschalten.
„Wir arbeiten kontinuierlich an einer Verbesserung der Betriebsstabilität und der Ausfallsicherheit der Telematikinfrastruktur.“ Das gelte auch für die dazugehörigen Anwendungen wie das E-Rezept und die elektronische Patientenakte, gelobt die Ministerin stärkere Anstrengungen. Das Gesundheitswesen sei auf Technologie angewiesen, um Probleme wie den demographischen Wandel oder teils überbordende Bürokratie bewältigen zu können. Als Beispiel nennt Warken die angekündigte Einführung eines Primärversorgungssystems: „Dabei wollen wir digitale Elemente nutzen. Eine digitale Ersteinschätzung muss und wird ein wichtiger Baustein dabei sein“, betont die Ministerin, schon allein aus dem Grund, da die Hausarztkapazitäten begrenzt seien. Dabei müsse auch faire Terminvermittlung und Telemedizin mitgedacht werden.
„Ein guter Einsatz digitaler Lösungen kann einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Versorgung und zur Steigerung der wirtschaftlichen Effizienz leisten“, beschreibt sie den Kern der Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen. Dabei gebe es drei Handlungsfelder: Prozesse, Daten und Technik. Derzeit arbeite das Bundesgesundheitsministerium an einem Update der Strategie. Insbesondere gelte es, die Umsetzung des Europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS) und den Bereich Künstliche Intelligenz in die Strategie zu integrieren.
Generell wolle die Bundesregierung Hürden beim Datenaustausch abbauen, um den enormen „Datenschatz“ der Gesundheitsdaten besser zur Forschung nutzbar zu machen. Das neu eingerichtete Forschungsdatenzentrum Gesundheit sei dabei ein Meilenstein. Um die Datennutzung noch weiter zu verbessern, soll das Gesundheitsdatennutzungsgesetz weiterentwickelt werden. Zudem steht das Medizinregistergesetz nach langem Warten in den Startlöchern.