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16.01.2018

Gesundheitspolitik „Women in Global Health – Germany“ gestartet

Berlin (pag) – Das neue Netzwerk „Women in Global Health – Germany“ soll Frauen in Führungspositionen im Bereich der globalen Gesundheit stärken. Mit ihrer Erfahrung, ihrem Wissen und ihren Kompetenzen wollen die Initiatoren das Thema Global Health maßgebend voranbringen, sagt Lutz Stroppe, Staatssekretär des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), zum Auftakt.

„Das Klischee Frau gleich Krankenschwester und Mann gleich Arzt sitzt tief in den Köpfen“, sagt Ingrid-Gabriela Hoven, zuständige Abteilungsleiterin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Im Gesundheitsbereich arbeiteten zwar weltweit überwiegend Frauen, in den Führungsetagen finde man sie aber kaum. „Diesem Ungleichgewicht möchten wir entgegenwirken. Ohne eine gleichberechtigte Beteiligung von Frauen auf allen Ebenen werden wir die Entwicklungsziele 2030 insgesamt nicht erreichen – und das gilt auch für die Gesundheitsziele. Wir brauchen starke Frauen für starke Gesundheitssysteme.“
Einen ersten Aufschlag machte der englischsprachige Raum und veröffentlichte bereits eine Liste von 300 Frauen, die im Bereich der globalen Gesundheit arbeiten. Nun zieht Deutschland nach und veröffentlichte ebenfalls eine Liste mit über 100 wichtigen Frauen, die innerhalb oder außerhalb Deutschlands in staatlichen, nicht-staatlichen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen Organisationen oder Universitäten im Bereich der globalen Gesundheit tätig sind, sowie Frauen unterschiedlicher Nationalitäten, die in Deutschland in diesem Bereich arbeiten und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung haben.

Die Gründung des Frauennetzwerks wurde von Prof. Dr. Ilona Kickbusch, Graduate Institute of International Development Studies in Genf, und Dr. Sabine Ludwig, Charité Berlin/Robert Koch-Institut, angeregt.
Neben dem BMG und dem BMZ unterstützten den Aufbau des Netzwerks auch der World Health Summit (WHS), die German Healthcare Partnership (GHP) und andere Organisationen.