Zeeb, H. u.a. (Hrsg.) 2025Digital Public Health
Interdisciplinary Perspectives
Springer Nature, London
Ob Apps, Smartwatches oder soziale Medien – digitale Technologien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch im Bereich der öffentlichen Gesundheit zeigen sie Wirkung: Mit ihrer Hilfe lassen sich Informationen gezielter verbreiten, Versorgungslücken schließen oder die Früherkennung von Krankheiten unterstützen. Gleichzeitig stellen sie bestehende Konzepte infrage: Wie schützen wir persönliche Daten? Welche Gruppen werden erreicht – und welche bleiben außen vor? Und welche ethischen, rechtlichen oder sozialen Folgen bringt die Digitalisierung mit sich?
Das Handbuch enthält über 30 Beiträge von Fachleuten aus Medizin, Epidemiologie, Psychologie, Philosophie, Rechtswissenschaft, Informatik und weiteren Disziplinen. Die Beiträge beleuchten sowohl Potenziale als auch Risiken digitaler Anwendungen – von Fragen der digitalen Gesundheitskompetenz über die ethischen Dilemmata neuer Technologien bis zur konkreten Umsetzung in der Versorgungspraxis. Dabei wird deutlich: Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie muss sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung orientieren. Das verlangt nach interdisziplinärer Zusammenarbeit, nach durchdachter Technikentwicklung und nach konsequenter wissenschaftlicher Begleitung.